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Rohr 2005

Lieber Rainer,

bei einer Tasse viel zu starkem Kaffee lassen wir gerade mit ganz kleinen Augen die vergangenen Tage in Rohr Revue passieren. Dieses Jahr warst Du leider nicht mehr dabei, deshalb wollen wir Dir unsere Erlebnisse auf diese Weise mitteilen.

In Rohr wurde uns diesmal vieles JA-typisches von Neuem bewusst: Zum Beispiel die vielen verschiedenen Talente und Begabungen, die vielleicht in Rohr erstmals entdeckt werden konnten. Mit guten Ideen und Umsetzungsvermögen entstand in den kreativen Arbeitskreisen "Kerzenbasteln", "Tai-Chi", "Pantomime", "Tanz" und "Film" Beeindruckendes. Ein Grund dafür Rainer, ist bestimmt die Vielfalt der Teilnehmer, was auch in den Arbeitskreisen zu spüren war. Die unterschiedlichen Auffassungen bereicherten uns alle.

Heiß diskutiert wurde rund um das Thema Versöhnung in den AK´s "Versöhnungsarbeit und politische Verantwortung", "Dialog statt Vergeltung - Wege des Ausgleich", "Versöhnung zwischen Deutschen und Tschechen" und "Die Kirche - eine völkerverbindende Kraft". Nachdenklich machte sicher jeden Teilnehmer auch die Reportage "Erinnern und Versöhnen" zweier Regisseure über die aktuelle Situation ehemaliger KZ-Häftlinge in Polen und Russland.

Mit dabei waren dieses Jahr wieder an die zwanzig Slowaken, die die lange Reise zur Freude aller auf sich nahmen, um Ostern gemeinsam mit uns feiern zu können. Es war ein schönes Miteinander, wenn es auch sicherlich Zeit braucht, um tiefe Freundschaften entstehen zu lassen. Das spielte aber beim klassischen Konzert und beim täglichen "Offenen Singen" keine Rolle, denn das gemeinsame Musizieren konnte Grenzen überwinden. Doch eines wurde uns dabei deutlich: Du, Rainer mit all Deinen Fähigkeiten hinterlässt eine Lücke! Du hast die Junge Aktion mit Deinem Engagement und Deinen kreativen Ideen über Jahre bereichert.

Was Du wirklich für das JA-Heft geleistet hast, wird uns jetzt bei unserer ersten Ausgabe besonders bewusst.

Wir danken Dir und nehmen uns Deine Arbeit zum Vorbild!

Alles Liebe aus einem verrauchten Münchner Etablisment,

Belli und Esther

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