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Nečtiny 2006

Schlosshirsch

DAS EXKLUSIVE INTERVIEW MIT DEM NETSCHETINER SCHLOSSHIRSCH

 
Hallo Hirsch Heinrich, könntest Du uns sagen, wie die Tagung in Netschetin verlief?

Ehmmmm. Es hat mich sehr überrascht, dass so viele Leute aus weiter Ferne kamen, manche kannte ich schon vom Sommer 2004. Sie sprachen Slowakisch, Tschechisch, Hochdeutsch, Bayerisch, Schwäbisch, Mitteldeutsch, Sächsisch und auch Englisch oder sogar Hebräisch. Die Tagung dauerte eine Woche und ich…

(Der Reporter unterbricht den Hirsch in seiner Rede)

Ja, und wie lautete das Tagungsthema?

„Miteinander – nebeneinander; Deutsche, Tschechen und Slowaken – Christen und Juden.“ Ich hörte die Leute oft heftig diskutieren. Sie hatten auch irgendwelche Arbeitskreise. Als ich dann einige Teilnehmer fragte, wie es war, sagten sie: „ Du solltest es bedauern, dass du so faul bist und den ganzen Tag nur vorm Schloss sitzt, weil die AK’s einfach toll sind!“ Ich könnte dort mehr über Migrationen, die Roma in Tschechien und jüdisches Leben erfahren. Oder endlich die Körpersprache der Anderen verstehen.

Und gab es auch Zeit zur Kreativität?

Ja, freilich. Es gab hier sogar ein TV-Nečtiny. Und ich war so zum ersten Mal im Fernsehen.

Wer war eigentlich im Team?

Lauter Jäger: Jägerin Nina, Jägerin Zuzka, Jägerin Biggi, Jäger Vítek und die Jägerzwillinge Alice und Luisa. Ich hatte am Anfang vor ihnen Angst. Aber dann kam heraus, dass die ganze Sache mit der Jägerausbildung nur das Rahmenthema war.

Was hat dich besonders an dieser Tagung überrascht?

An einem Abend trugen alle auf einmal geschmacklose Klamotten. Dazu hörten sie schreckliche Musik. Sie nannten es “bet teist paarty“, aber fragen Sie mich nicht, was es heißt, denn ich kann nicht so gut Englisch. (Bemerkung der Redaktion: Hirsch Heinrich dachte höchstwahrscheinlich an die “Bad Taste Party“). Und am letzten Abend waren wiederum alle schön angezogen. Sehr merkwürdig.

Twister

Wie war der Ausflug?

Es war ein Mittwoch, in der Früh kam ein Bus, für mich gab es dort leider keinen Platz mehr. Und am Abend kam der Bus wieder zurück. Die Teilnehmer sprachen dann etwas von Synagogen, Museen und Pilsner Urquell. Ich weiß aber nicht, wo sie waren. Aha, Pilsner Urquell! Jetzt fällt mir was ein, sie waren vielleicht in Pilsen!

Was haben die Einwohner von Netschetin von dieser Tagung gehalten?

Sie wussten vielleicht nicht so viel über JA Tagung, aber an einem Nachmittag gingen die Teilnehmer ins Dorf und erforschten die Vergangenheit dieses Dorfes. Sie haben auch ein paar Einwohner des Dorfes interviewt, mich, den ältesten, fragten sie leider nicht. Dabei weiß ich doch am meisten.

Was wünschst du der Jungen Aktion?

Viele engagierte junge Leute, viel Interesse an der Sache, viel Spaß miteinander und nebeneinander. Und ich freue mich, dass ich nächstes Mal noch mehr Leuten begegnen werde! Also bis dann! Tschüss!

Vielen Dank Heinrich! Bis bald.

N.A.L

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