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Ein unbeschreiblicher Sommer

Vitek Luft über den Weltjugendtag in Köln (Heft 3/2005)

Der Sommer 2005 war für mich voller neuer Erlebnisse. Sie begannen vom 9. bis 15. August mit der Jungen Aktion Würzburg auf dem Zeltlager in Höchberg. Ich dachte, dass ich von dort aus mehrere Tschechen mit nach Köln fahren würden. Leider war dies nicht der Fall. Durch die finanzielle Unterstützung der JA Würzburg, hatte ich dann die Möglichkeit auch nach Köln mit zu fahren, obwohl ich zu wenig Geld dafür dabei hatte. Auch organisatorisch wurde meine Anreise nach Köln kurzfristig koordiniert.

1. Tag - Montag:
Nach einer sehr lustigen und mit vielen Spielen und Arbeit versehene Woche in Würzburg, ging es am 15. August los nach Köln. Als wir unsere Odyssee über Odenthal, Bergisch-Gladbach, einer endlosen Registrierung endlich in Köln im Quartier ankamen, war ich sehr müde und hungrig. Aber die Volunteers haben mich dort sehr gut aufgenommen und mir einen Schlafplatz beim Radio im Mediapark angeboten. Dort sollte ich, wie andere Teilnehmer aus Chile, Polen und Peru, während des WJTs Interviews zu meinen täglichen Eindrücken und Erlebnissen geben. Dafür stellten sie mir sogar ein Handy zur Verfügung. Jeden Tag gab es dafür eine Rubrik "Mein Tag" im Radio.

2. Tag - Dienstag:
Nachdem ich um sechs Uhr aufgestanden bin, machte ich mich auf den Weg zum Kölner Dom und später zum Eröffnungsgottesdienst nach Köln. Glücklicherweise fuhr mich und IsIsabell ein Mitarbeiterin des Radiosenders "Einslive" zum Fussballstadion, das aber wegen Überfüllung geschlossen war. Daher konnten wir den Gottesdienst nur auf einer Wiese akustisch verfolgen. Die Eröffnungsfeier erlebten wir dann im Stadion mit. Das war wie Karneval.

3. Tag - Mittwoch:
Heute habe ich mir die Kölner Stadt angeschaut. Überall gab es Konzerte, es wurde gesungen und die Jugendlichen hatten Spaß. Ich wollte meine Freunde treffen. Deshalb fuhr ich nach Bonn zu einem slowakischen Programmpunkt. Da allerdings der Zug und der Bahnhof wieder so überfüllt waren, konnte ich meine Freunde leider nicht finden. Dafür hatte ich die Möglichkeit Bonn kennenzulernen. Ich war wirklich erstaunt, was für eine schöne Stadt Bonn ist.

4. Tag - Donnerstag:
Der Papst ist in Köln! Darauf habe ich gewartet. Nachdem ich den Papst gesehen hatte, bin ich wieder nach Düsseldorf gefahren und habe mich dort mit Isabell und den JA-lern von Gemen getroffen. Da war ich zum ersten Mal in der Woche richtig froh, denn dort waren Menschen, die ich sehr lange nicht gesehen hatte. Das war schön. Erst um zwei Uhr war ich wieder in Köln.

5. Tag - Freitag:
Nachdem ich mich in der Zeitung informiert hatte, wo der Papst heute zu sehen ist, bin ich dort hingefahren, um ihn zu sehen. Nachmittags war ich mit meinen slowakischen Freunden in der Stadt und später in Solingen, wo wir gemeinsam gefeiert haben.

6. Tag - Samstag:
Heute konnte ich endlich ein bißchen länger schlafen. Dann ging es in Richtung Marienfeld. Leider mussten wir die letzten sieben Kilometer zu Fuß gehen. Dann war ich auf dem Marienfeld. Dort war es unglaublich! So viele Menschen habe ich noch nie gesehen und die ganzen Übertragungsleinwände. Ich war den ganzen Tag unterwegs, um meine slowakischen Freunde zu finden. Zufällig habe ich sie am Abend getroffen. Wir haben viel miteinander gesprochen. Dann kam der Papst zur Virgil. Danach sind wir schlafen gegangen. Leider habe ich in einem blauen Müllsack geschlafen, da ich meinen Schlafsack nicht dabei hatte.

7. Tag - Sonntag:
Ziemlich kaltes Wetter heute - mir war so kalt... Ein letztes Mal haben wir auf den Papst gewartet. Danach machte ich mich mit einem Freund aus der Slowakei, den ich auf dem Rückweg zufällig traf, auf den Weg nach Köln. Dort holte mich mein Vater ab. Das waren für mich die besten Ferien, die ich gehabt habe und dafür danke ich der ganzen JA, Michi Utschig und Isabell sowie Adolf Ullmann. Herzlichen Dank für das alles! Ich bin froh, dass ich so viele Städte gesehen habe und Spaß dabei hatte. Das war einfach cool.

Vitek Luft

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