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Einheit in Vielfalt

Das erste Wiedersehen

Wieder ist eine schöne, interessante und erlebnisreiche Woche mit der JA vorbei. Diesmal fand die Sommerwoche in der Hohen Tatra in der Slowakei statt. Dort erlebten wir zusammen lustige, aber auch traurige Momente, wie den Abschied. Der Auftakt der Woche begann für manche - wie auch für mich - mit einer nicht gerade kurzen Zugfahrt. Ich bin Moritz Richter und mit meinen 15 Jahren war ich das 2. jüngste Mitglied dieser Tagung. Einige kennen mich bereits. Ich bin jetzt das zweite Mal (das erste Mal war dieses Jahr in Rohr) mit der JA unterwegs und so wie es aussieht nicht das letzte Mal. Nach der langen Zugfahrt war die erste Vorfreude fast verklungen. Unzählbar viele Stunden verbrachten wir, eng und wenig gemütlich im Zug. Doch als man die altbekannten Gesichter der Anderen wieder sah, war auch die gute Laune sofort wieder da. Nachdem Einer nach dem Anderen in das Sanatorium – unsere Unterkunft - eintrudelte, lernte man weitere neue nette Leute kennen. Am ersten Tag war noch nicht viel Programm, sondern einfach nur Zimmer einräumen und ausschlafen.

Nicht nur blöd rumsitzen

In den darauffolgenden Tagen gab es dann doch noch Programm – und nicht gerade wenig!!! Da wäre aufzuzählen: Ein Ausflug in die nahegelegene Tropfsteinhöhle „Belianska jaskyňa“, eine Wanderung auf einen Berg mit dem zugehörigem See „Vel’ké Biele pleso“, eine Fahrt in das Obdachlosen–Zentrum in Žakovce, eine Tour von Kežmarok/ Käsmark und Levoča/Leutschau über das Zipser Kapitel zu der Zipser Burg „Spišský hrad“. Dort durften wir auch eine sehr interessante Nachtführung miterleben. Aber natürlich kam auch die Freizeit nicht zu kurz – wir durften sogar ein paar Stunden im hauseigenen Schwimmbad verbringen. Das Thematische fehlte dennoch nicht und deshalb gab es wie üblich auch interessante AK’s (Arbeits- Kreise – für die, die es nicht wissen). Ich lauschte beispielsweise einem Vortrag, in dem es um die Entwicklung der weltweiten Währungen vom Gold über den Dollar bis zum Euro ging.

Ziemlich großer Teamgeist

Mit der Zeit haben wir uns dann natürlich immer besser kennengelernt und auch mehr Interesse für einander entwickelt. Beim gemeinsamen Volleyball- Turnier, in den KAK’s (Kreative- ArbeitsKreise), den AK’s oder einfach in der Freizeit – man hat immer mehr zueinander gefunden. Junge Menschen aus Deutschland, Tschechien, der Slowakei und erstmalig aus Ungarn trafen sich und bald fiel es gar nicht mehr auf, dass wir aus unterschiedlichen Ländern kommen. Genau dies hat mich auch auf die Idee mit der Überschrift gebracht: Wir sind so viele Leute, aus so vielen Nationen und kommen doch so gut miteinander aus: Einheit in Vielfalt.

Herzliche Danksagung

So, jetzt wissen auch alle daheim Gebliebenen, was sie Tolles versäumt haben. Zum Schluss meiner Ausführungen will ich nicht vergessen dem gesamten Team ein herzliches Dankeschön auszusprechen, für die tolle Sommerwoche, die sie auf die Beine gestellt haben. Klasse fand ich immer wieder, dass sie trotz ihrer täglichen Vorbereitung noch Zeit gefunden haben, mit uns die Freizeit zu teilen und an der Sommerwoche selbst teil zu haben. Und ich muss zugeben, die Rückfahrt war schon viel weniger anstrengend. Wir teilten gemeinsame Erinnerungen, spielten unser neues Kartenspiel und erfüllten den Zug mit unserem Gesang.

Euer Moritz Richter