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Spurensuche 2010: Dreiländereck Egerland, Vogtland, Oberfranken

SPURENSUCHE 2010

Die letzte Augustwoche fand die schon legendäre Spurensuche zum sechsten Mal statt. Diesmal entdeckten wir die Besonderheiten und Merkmale der Region Eger. Insgesamt 25 Spurensucher aus Deutschland und Tschechien fuhren auf dem Fahrrad durch die Landschaft und begegneten den alten und neuen Egerländern, so entdeckten sie auch die verschwundenen Ortschaften. Das alles könnte nicht ohne die tolle Organisation von Antikomplex und JA stattfinden. Vielen Dank!

Krásná/Schönbach – in der verschwundenen Ortschaft Krásná war eine Rarität zu sehen- der horizontale Brunnen, der das Regenwasser von den benachbarten Feldern sammelt.

Markneukirchen- hier befindet sich das wunderschöne Schlösschen mit einer Exposition der Musikinstrumente, die man im Vogtland herstellt.

Kostelní/Kirchberg- Neben dem romanischen Kirchenbau aus dem Jahre 1055 befindet sich ein deutscher Friedhof, der bis jetzt erhalten geblieben ist.

Franzesbad- dieser Kurort war für uns der Ausgangspunkt für unsere Cyklo-Trassen, den letzten Abend machten wir sogar eine Stadtbesichtigung durch die Promenaden- selbstverständlich auf unseren Fahrrädern.

Aš/Asch- die am westlichsten gelegene Stadt Tschechiens unterschied sich von Eger durch ihre Religion, die Mehrheit war hier evangelisch. Die evangelische Kirche wurde in den 60. Jahren 20. Jahrhunderts abgebrannt.

Bohuslav Karban- ein tschechischer Seemann, baut Schiffsmodelle in Flaschen und auch Modelle der verschwundenen historischen Bauten in Asch, durch ihn erfuhren wir, was eigentlich ein horizontaler Brunnen ist.

Marktredwitz- das hiesige Heimatmuseum zeigte uns die Tradition und Gebräuche dieser Region.

Radim Hettner- ein Filatelist und Sportler, der mit seiner Familie in einem alten deutschen Haus in Schönbach/ Luby wohnt, interessiert sich für die Geschichte dieser Stadt. Am Mittwoch und Donnerstag zeigte er uns die verschwundene Ortschaft Vysoký kámen und Kostelní und machte uns mit einigen Einwohnern von Luby bekannt.

Tomáš Skála und Emil Lubač Schönbach/ Luby - die Geigenbaumeister Tomáš Skála und sein Schwiegervater Emil Lubač luden uns in ihre Werkstatt ein, wo sie uns zeigten, wie man Geigen baut. Auch der Sohn von Tomáš Skála führt die Tradition weiter und so treffen sich in der Geigenbauwerkstatt 3 Generationen.

Starý Hroznatov/Altkinsberg- über diesem Dorf, auf einem Hügel, befindet sich Maria Loretto. Dieses wurde dank der ursprünglichen Einwohner wie auch der Pfarrei Eger renoviert und teilweise neu gebaut. Mit Pater Petr Hruška, der sich um die Versöhnung und Schuldvergebung zwischen Tschechen und Deutschen bemüht, feierten wir zusammen in dem Loretto Gottesdienst.

Waldsassen- dank dieses Zisterzienzer Klosters wurde die Egerländer Gegend kolonisiert und christianisiert. Für Kunstbegeisterte auch deswegen berühmt, weil hier die Architektenfamilie Dientzenhofer mit ihrer Karriere begann.

Radim Hettner- ein Filatelist und Sportler, der mit seiner Familie in einem alten deutschen Haus in Schönbach/ Luby wohnt, interessiert sich für die Geschichte dieser Stadt. Am Mittwoch und Donnerstag zeigte er uns die verschwundene Ortschaft Vysoký kámen und Kostelní und machte uns mit einigen Einwohnern von Luby bekannt. Familie Bouda kam in den 90. Jahren des 20.Jhds aus dem tschechischen Gebiet in Rumänien nach Luby. Der Vater spielte uns auf der Harmonika und sang dazu und die Mutter bot uns Strudel an.

Doubrava/ Doberau – In diesem Dorfdenkmalschutzgebiet bewunderten wir die typische Egerländer Bauerarchitektur aus dem 18. Jahrhundert.

Gustav Capezzuto- ein italienischer Koch, sein Caféhaus befindet sich im Grenzlandturm Neualbenreuth, den die Sudetendeutschen im Jahre 1961 gebaut haben, um in ihre Heimat zu blicken.

Roman Salamanczuk – dieser energische Arzt und Historiker führte uns durch die Stadt Eger, zeigte uns anhand der Bauten die historische Entwicklung der Stadt und erzählte uns spannend von den berühmten Persönlichkeiten des Egerlandes.

Alice und Luisa Nedbalova