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Ostersingen- mal auf einer anderen Treppe (die Umbauten machen es nötig)

Vaclav Havel und viele Andere prangerten in der Charta 77 die Menschenrechtsverletzungen des kommunistischen Regimes in der Tschechoslowakei an, unter welchen Folgen hatten sie zu leiden? In Ägypten lehnten sich Leute gegen ihre schlampige und korrupte Regierung auf, wie viel Mut haben sie gebraucht, um auf die Straße zu gehen? Aus aktuellem und zeitgeschichtlichem Anlass setzten wir uns mit dem Thema „Gegen den Strom?! Zivilgesellschaftliches Engagement: goldene Regel oder lästige Pflicht???“ auseinander. Wie kann man sich in die Politik, Gesellschaft oder Kirche seines Landes einmischen und sich mit seinen Aktivitäten ein setzen für ein friedliches Zusammenleben der Menschen? Zivilgesellschaftliches Engagement fängt bei Jedem selbst an: Auch wir Jugendliche aus Deutschland, Tschechien und der Slowakei haben einen Beitrag zu leisten, und tragen Verantwortung für die Zivilgesellschaft in unseren Ländern. Für welche Utopien wollen und sollen wir uns einsetzen? Braucht die Gesellschaft zivilgesellschaftliches Engagement überhaupt?

Rohr 2011

Wir waren dabei!

Gegen den Strom: Zivilgesellschaftliches Engagement

Vom 20. bis 25. April 2011 erlebten wir die Politische Weiterbildungswoche im Kloster Rohr

Hier möchte ich Euch gerne über die Politische Weiterbildungswoche der Jungen Aktion 2011 erzählen, die auch dieses Jahr wieder im Kloster Rohr in Niederbayern stattgefunden hat. Dieses Jahr haben wir das Thema Zivilgesellschaftliches Engagement i n Form von Vorträgen , Diskussionen und Arbeitskreisen besprochen. Daneben verbrachten wir die ganze Woche natürlich in einer religiösen Atmosphäre und begangen gemeinsam die Liturgie in der berühmten Asamkirche des Klosters. Dietrich Bonhoeffer widersetzte sich dem Nationalsozialismus in Deutschland und wurde dafür 1944 im KZ hingerichtet.

Frauen-Power im Team: nur Beni fehlt...

Genau das waren die leitenden Fragen, die wir zusammen mit unseren Referenten zu beantworten suchten. Nach einem Einführungsreferat zum Thema von Sandra durften wir einem spannenden Vortrag von Ondrej Matejka lauschen, der von der Organisation „Antikomplex“ kam, die schon lange Jahre mit der Jungen Aktion zusammenarbeitet. Besonders interessant war auch der Vortrag von Claudia Stamm, die uns über ihre Lebensgeschichte und Erfahrungen als junge Politikerin in Bayern erzählt hat. Ein beeindruckendes Beispiel einer Frau, die in der Gesellschaft aktiv wirken wollte und etwas ändern kann, auch gegen den Strom! Einen interessanten Arbeitskreis gab es auch mit Herbert Veit, der sich seit vielen Jahren auch für Amnesty International engagiert. Er hat uns ein ganz unbekanntes Thema, und zwar „Kirchenasyl: Mut zum Widerstand“ vorgestellt. Seine vorbildliche Arbeit und Erfahrungen waren für uns alle sicher eine besondere Art der Motivation. Auch an die Diskussionen zur Motivation zivilgesellschaftlichen Handelns erinnere ich mich gerne zurück.

Feierliche Agape am Ostersonntag

Die unterschiedlichen Präsentationen zu den diversen Arbeitseinheiten zeugten von großer Kreativität und Interesse am Thema! Doch auch das Osterfest kam nicht zu kurz: Die Feier der Osternacht und der Auferstehung von Jesu Christi begingen wir traditionell mit der Teilnahme an der Osterliturgie. Anschließend konnte jeder sein Osternest im Innenhof suchen. Nach einer schönen Matinee mit Präsentationen unserer Arbeiten der Woche hatten wir uns am Abend den Osterball verdient und tanzten so die ganze Nacht, bis uns nach einer meist kurzen Nachtruhe, der Bus zum Bahnhof brachte und die Heimreise kam. Wir freuen uns schön auf nächstes Jahr!

Matej Tremko