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FP: Kinder haben was zu sagen!

Vom 18. - 21. April kamen 23 Kinder und Jugendliche und vier Leiter zum allseits beliebten Frühlingsplasto zusammen, das in der Jugendherberge Feuchtwangen stattfand. Ingmar Hagemann schildert hier seine Eindrücke aus den vier erlebnisreichen Tagen.

 

Das Wiedersehen mit alten Freunden am Dienstag nach Ostern hat viele Gesichter gleich zum Strahlen gebracht. Danach wurden erst einmal einige lustige Kennenlernspiele gespielt, um auch diejenigen, die zum ersten Mal beim Plasto dabei waren, gut in die Gruppe zu integrieren.

 

Etwas, das Plasto noch besser macht als jedes andere Jugendlager, sind die ausgewählten Themen, über die man sehr gut diskutieren kann und die einem im Alltag etwas helfen können. Dieses Plasto ist der perfekte Beweis dafür. Das Thema drehte sich rund um die Rechte eines jeden Kindes. Wir haben lange darüber diskutiert und Ideen gesammelt, um erst einmal einen Überblick darüber zu bekommen, was wir überhaupt so alles über unsere Rechte wissen. Dazu hatten wir auch drei ausgezeichnete Referenten, die uns noch mehr Interessantes zum Thema Kinderrechte erzählten: Frau Sauer vom Kinderschutzbund Feuchtwangen ging darauf ein, was jedes Kind machen kann, wenn es findet, dass seine Rechte nicht eingehalten werden. Am nächsten Tag kamen uns Werner und Kerstin Panten besuchen. Mit ihnen diskutierten wir einige unserer ganz persönlichen Fallbeispiele, was wirklich spannend war. Dabei haben wir jedoch auch erfahren, dass sich leider sehr viele Länder und Menschen nicht an die Kinderrechte halten. Eine große Rolle spielt dabei, dass viele Kinder von Erwachsenen nicht ernst genommen werden. Wenn man sich jedoch zu vielen mit derselben Meinung zusammentrifft, kann man fast alles schaffen. Durch das bessere Kennenlernen der Kinderrechte hat sich sicherlich bei einigen, die am Frühlingsplasto teilgenommen haben, der Alltag etwas erleichtert oder sogar verändert.

 

Eine weitere gute Sache am Plasto war, dass die vier Leiter einen Film gefunden haben, der perfekt zu unserem Thema gepasst hat: „Das Mädchen Wadja“. Der Film dreht sich um ein kleines Mädchen aus Riad in Saudi-Arabien. Dort werden alle Frauen sehr schlecht behandelt. Sie dürfen ihre Haare nicht offen tragen, kein Mann darf sie sehen und viele Hobbys oder sonstige Sachen sind streng verboten. Gleichzeitig haben sie kein Mitspracherecht und müssen immer gehorchen. Der Film zeigte uns noch einmal, dass in anderen Ländern viele Kinderrechte nicht eingehalten werden, obwohl diese Staaten die UN-Konvention unterschrieben haben.

 

Aber auch die Freizeit durfte natürlich nicht fehlen! Morgens konnten wir zwischen Offenem Singen und Sport wählen und auch ein Ausflug ins Schwimmbad war dabei. Ein paar Minuten Busfahrt und schon waren wir da. Ein schönes kleines Schwimmbad, perfekt für unsere Teilnehmerzahl. Ein paar Stunden Abkühlung und Sport taten allen gut. Am letzten Abend gab es auch noch eine Party, die wir selber geplant haben und die auch sehr gut gelungen ist – jeder hat getanzt und Spaß gehabt. Ein paar witzige Spiele gehören zu einer Party natürlich auch dazu, z.B. das „Kartenspiel“. Wir mussten uns in einem Kreis aufstellen und die Karte durch das Ansaugen mit dem Mund an den Mund des Nachbarn weitergeben.

 

Am Tag der Abreise haben wir noch einen selbst vorbereiteten Gottesdienst gefeiert, der Plasto schön abgerundet und uns nochmal richtig Kraft gegeben hat. In diesen vier Tagen haben sich sicherlich einige neue und lange haltende Freundschaften gebildet. Es war wieder gleichzeitig Spaß, Abwechslung vom Alltag und von der Schule und wir haben viele neue Erfahrungen gesammelt.

 

Bis zum nächsten Mal!

 

Ingmar Hagemann