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Heimat, Nation? – Woher kommen wir und wohin gehen wir gemeinsam?

Bei der Osterbegegnung der Jungen Aktion, die vom 1. bis 6. April 2026 in Windberg stattgefunden hat, haben wir uns mit dem Thema „Nationalismus im neuen Gewand – Mitteleuropa auf der Suche nach Zusammenhalt“ beschäftigt.

Wir haben stark angefangen, indem wir uns am Mittwochabend mit den Themen Nationalsozialismus, Propaganda und modernen Erscheinungsformen davon auseinandergesetzt haben. Propagandistische moderne Plakate, Kunstwerke sowie Texte von Überlebenden oder Befreiern der Konzentrationslager – all das haben wir nicht ausgeklammert.

Bei dem Workshop mit Martin Kastler (Leiter der Repräsentanz des Freistaats Bayern in der Tschechischen Republik) haben wir darüber nachgedacht, was uns persönlich mit unseren Nationen verbindet: Wo fühle ich mich zuhause? Was müssen wir für die Zukunft tun?

Christoph Mauerer sprach über „Grenzen im Kopf“ und darüber, wie Sprache verbinden kann, statt auszugrenzen. PhDr. Zuzana Lizcová hielt einen Vortrag zum Nationalismus – wie er früher war, wie er sich heute zeigt und was daran besonders gefährlich ist.

Wir haben viel diskutiert, uns unseren eigenen Vorurteilen und dem Schubladendenken in einem interaktiven Workshop gestellt, und das gesamte Programm wurde von morgendlichen musikalischen Impulsen, Sport und Spielen begleitet.

Zudem hatten wir eine Gesprächs- und Diskussionsrunde mit dem Abt Petrus-Adrian. Hier konnten wir alle Fragen rund um den Orden der Prämonstratenser sowie den Umgang der Kirche mit aktuellen Herausforderungen und auch den persönlichen Umgang mit Schicksalsschlägen stellen. Gemeinsam mit den Chorherren aus Windberg haben wir außerdem die Ostertage zelebriert. Zum Abschluss der Veranstaltung gab es wie immer einen bunten Abend mit viel Musik und Tanz.

In erster Linie haben wir jedoch neue Kontakte geknüpft, freundschaftliche Beziehungen gestärkt, die über Grenzen hinausgehen, und darüber nachgedacht, wie wir die neu gewonnenen Impulse und Gedanken in unser Leben und in die Gestaltung eines besseren Europas und einer besseren Zukunft einbringen können. Dabei war die gesamte Begegnung von einer offenen und freundlichen Atmosphäre geprägt, in der sich Menschen auf Augenhöhe begegnen konnten.

- MH