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Osterbegegnung 2021

Auch die diesjährige Osterbegegnung musste leider online stattfinden. Passend dazu, wollten wir Podcasts mit Expert*innen aufnehmen und mit ihnen diskutieren, ob und wie die Grundprinzipien der Jungen Aktion der Ackermann Gemeinde (1950) heute noch aktuell sind.

Aber wie macht man überhaupt einen Podcast? Welche Techniken gibt es, diesen möglichst auch für die Zuhörenden spannend zu gestalten? Nach einem gegenseitigem kennenlernen am Freitag, d. 12.3., haben wir schließlich am Samstag, d. 13.3. die ersten Tipps erhalten. Frank Joung vom Podcast „Halbe Kartoffl“ erklärte uns einiges darüber, was einen guten Podcast ausmacht, was unbedingt zu verhindern ist und erzählte das ganze, auch mithilfe einiger Übungen, bei denen wir es selber ausprobieren konnten, sehr lebhaft und spannend.

Am Sonntag d. 14.3. dann hatten wir die Gelegenheit, den Journalisten des Tschechischen Rundfunks  Stanislav Jurík noch einige Fragen zu stellen. Insbesondere dazu, wie richtige Interviews geführt werden, was es für NoGos gibt, wie man Interviews professionell vorbereitet, und welche Fragen man auf jeden Fall vermeiden sollte. Gegen Ende unserer Zoom Konferenz wählten wir schließlich noch unsere Interview-, bzw. Podcast Partner*innen aus. Nachdem wir das getan hatten, gab es noch die Gelegenheit, sich Fragen für die Interviewten auszudenken, und schließlich mit Stanislav Jurík noch darüber zu diskutieren, welche Fragen man besser weglassen solle, oder auch welche Fragen vielleicht noch hinzugefügt werden könnten.

Am Dienstag d. 16.3. begann dann die eigentliche Aufnahme der Podcasts. Wir interviewten zahlreiche Expert*innen, sowohl deutsche, als auch tschechen, zum Thema Menschenrechte, Europa der Menschen, christliche Prinzipien und Begegnung in Mitte- und östliche Europa (Grundprinzipien der Jungen Aktion seit 1950). So haben wir bayerische Landtagsabgeordnete (Tobias Gotthardt, Gerhard Hopp), die Direktorin von Amnesty International in Tschechien (Linda Sokačová), promovierte Politologen (Petr Kratochvíl), den Direktor der Organisation People in Need (Šimon Pánek), die "Frau Europa" (Lisi Maier), den Direktor des Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds (Tomáš Jelínek), die Präsidentin des Meetings Brno (Martina Viktorie Kopecká), den Soziologe (David Macek) und den Geschäftsführer der Deutschen Kommission Justitia et Pax (Jörg Lüer) auf dem jeweiligen Gebiet interviewt. Jedes Gespräch wurde aufgenommen und die Kleingruppen haben sich die Stichworte notiert. Einige Schlüsselgedanken für die TeilnehmerInnen und für die Junge Aktion waren z. B.:


Christliches Leben:

  • Eine Stärke ist es, das Leiden ins Kraft umwandeln zu können. Und das gilt heute wie im Jahr 1950
  • Man sollte etwas WERTvolles tun (damit das Leben sinnvoll ist).

Begegnung in mitte- und Osteuropa:

  • Alles fängt mit bestimmter Begegnung und mit bestimmten Gedanken an. Das wahrzunehmen bedeutet, die "Begegnung" von Menschen schätzen zu können und es als eine universelle Methode zu erkennen (solche Lebenseinstellung zu behalten).
  • Eine Begegnung von Menschen ermöglicht die Geschichte zu stoppen, sie zu ändern und sie weiterführen (Wichtig ist zuzuhören und den Raum schafen für die Stimmen, die bislang nicht gehört waren).
  • Wenn man die tschechische Geschichte erforschen will, geht es nicht ohne die deutsche Sprache.
  • Das kulturelle Gedächtnis (Bücher, Schule, Denkmal, Gedenkstätte) entspricht nicht immer dem kommunikativen Gedächtnis (Familie, Zeitzeugen). Wichtig ist, unser Bild so bunt wie möglich zu machen (die Stimme den Menschen geben, damit das "Mosaik" bunter wird).

Menschenrechte:

  • Für globale Probleme gibt es keine Nationale Lösung.
  • Gegen das Niederschlagen von Werten welches alles in Frage stellt, sollten wir aktiv hervortreten. Es gibt Werte, die unbestreitbar sind.
  • Die Wahrheit und die Liebe müssen die Lüge und den Hass besiegen.

Europa der Menschen:

  • Wir müssen Abstand halten aber zusammenhalten.

Am Freitag d. 19.3. begann dann die Postproduktion. Wir erhielten Feedback von Frank Joung, und lernten noch einiges über die Bearbeitung der Podcasts und wie diese professionell geschnitten werden. Am Samstag d. 20.3. dann lernten wir noch einiges über Interviews, bekamen viele wichtige Informationen von Ralf Pasch (Rohnstock Biografien, Berlin) und Terezie Vávrová-Stiborková (Antikomplex, Prag). 

Am Sonntag d. 21.3., dem letzten Tag unserer Begegnung, gab es noch ein spannendes Quiz, sowie ein Überprüfen, ob die anfänglichen Erwartungen erfüllt wurden. Besonderen dank noch an das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat, ohne dessen Förderung das Projekt nicht hätte stattfinden können, sowie an Christoph Mauerer, für die spirituelle Begleitung, an Milada Vlachová, für das dolmetschen, und an das Orga-Team.