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Geschichte von Skoky/Maria Stock

Alte Ansichten von Maria Stock/Skoky

Skoky/Maria Stock, etwa 30 km östlich von Karlsbad gelegen, ist ein Wallfahrtsort mit einer wechselvollen Geschichte. Die Wallfahrtstradition geht auf das Jahr 1717 zurück. Die barocke Kirche wurde 1738 eingeweiht. In Skoky lebten bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges etwa 170 Personen, überwiegend deutscher Nationalität.

Nach dem Krieg wurden die deutschen Bewohner vertrieben. Nach einer kurzen Wiederbesiedlung des Ortes wurden die Häuser von Skoky abgerissen. Nur die barocke Kirche und das ehemalige Gasthaus mit Stallungen blieben stehen.

Die abgesägte Kuppel

Die Kirche, mitten in der Natur gelegen, wurde nach der Wende mehrfach aufgebrochen und ausgeraubt. Nur wenige wertvolle Kunstwerke konnten rechtzeitig gerettet werden. Als es nichts mehr zu rauben gab, kam es zu Vandalismus. Der traurige Höhepunkt ereignete sich im Herbst 2006. Drei Junge Männer sägten die Kuppel des Dachs ab, um das Kupferdach zu stehlen. Einer von ihnen stürzte dabei ab und wurde lebensgefährlich verletzt.

Zeltlager-Impressionen

In kommunistischer Zeit fanden zunächst keine Wallfahrten in Skoky mehr statt, bis Anfang der achtziger Jahre ein engagierter Priester die Tradition wieder aufnahm. Wallfahrer aus Tschechien und Deutschland kommen seit dieser Zeit nach Skoky um dort gemeinsam zu beten und ein Zeichen der Versöhnung zwischen den Völkern zu setzen. Den Wallfahrtsgottesdienst hielt in den letzten Jahren meist der Pilsner Bischof František Radkovsky.

Auch Jugendliche von der Jungen Aktion der Ackermann-Gemeinde aus Würzburg und von Rytmika Šumperk entdeckten Skoky für sich. Im Sommer 1996 fand an diesem besonderen Ort das erste deutsch-tschechische Zeltlager statt. Seither kommen jährlich etwa 40 Jugendliche für eine Woche nach Skoky um gemeinsam zu arbeiten, zu diskutieren und zu beten. Die Kirche war der Mittelpunkt des Zeltlagerplatzes und Ort für Morgengebete, gemeinsames Singen, Meditationen und Gottesdienste.Auch in diesem Jahr werden wieder deutsche und tschechische Jugendliche zu einem Zeltlager nach Skoky kommen (4.-12.8.). Sie wollen den zerstörten Kircheninnenraum künstlerisch-kreativ gestalten und aus der barocken Wallfahrtkirche einen spirituellen Ort für junge Menschen machen. Außerdem bereiten sie das Jugendfestival „LICHT-ZEICHEN“ auch logistisch vor. Interessierte Jugendliche sind auch herzlich zu der gesamten Zeltlagerwoche eingeladen.

Geschichte: Maria Stock.pdf [13 kB]