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Johanna Lüffe

2018-19 in Prag

Wie würdest du deine Freiwilligenerfahrung in der JA beschreiben?

Ich war ja nicht direkt Freiwillige in der JA, sondern bei der SAG im gleichen Büro in Prag, habe aber viel mit der JA zusammengearbeitet. Ich habe mich eigentlich als letzte Alternative bei Eva Engelhardt beworben, nach dem ich viel Unglück bei der Suche nach einer Freiwilligenstelle für das Jahr nach dem Abitur hatte und bin jetzt froh, dass ich dort gelandet bin. Obwohl ich die Leute und die Umgebung zu einem Großen Teil schon kannte (natürlich von der Deutschen Seite aus), hat mich das Jahr sehr bereichert, ich hatte viel Spaß bei der Durchführung und Planung der Veranstaltungen, beim Kennenlernen neuer Menschen und ihrer Geschichten und habe auch Freunde in Prag gefunden, mit denen ich noch heute viel mache. Die Stimmung im Büro war immer super und es gab neben der Arbeit immer viel zu lachen.

 

Wie würdest du es in drei Worten beschreiben?

Tschechisch, wunderbar, bildend

 

Erzähl uns von deinen Lieblingsorten, lokalem Essen, das du vermisst, oder anderen Dingen.

Lieblingsorte definitiv ungefähr jeder Park in der ganzen Stadt. Ob alleine durchspazieren, oder mit anderen dasitzen, die Aussicht genießen und ein Bierchen trinken, irgendwas essen oder Karten spielen, die Parks sind einfach ein Highlight. Die Café-Szene vermisse ich auch sehr, vor allem, weil Freunde von mir den Anspruch hatten immer neue Cafés auszuprobieren und wir so ganz schön rumkamen. Als Vegetarierin vermisse ich auch irgendwie Smažený Sýr, was meistens die einzige vegetarische Alternative beim Essen war. Den Besten gibt’s übrigens nachts um vier im Straßenverkauf in Litoměřice.

 

Was ist deiner Meinung nach der größte Vorteil eines Freiwilligenjahres für dich gewesen?

Rauszukommen aus meiner bekannten Umgebung, neues Kennenlernen, zu lernen, was ich im Leben machen will (wobei ich das heute manchmal immer noch nicht genau weiß) und mich anders weiterzubilden, als nur durch lernen am Schreibtisch.

 

Würdest du diese Erfahrung empfehlen? Warum oder warum nicht?

Ich würde es auch jeden Fall empfehlen! Es hilft einfach im eigenen Lebensprozess. Auch wenn man es selbst vielleicht nicht gleich spürt, aber so kleine Herausforderungen wie selbst schauen, dass was zu Essen auf den Tisch kommt und irgendwelche Teilnehmerlisten im Büro auszufüllen geben einem ein Gefühl von Verantwortung, das man nirgends anders so schnell und intensiv lernen kann

 

Hast du Empfehlungen für junge Menschen oder für andere Freiwillige in dieser Position?

Einfach alles machen, was sich anbietet, ihr könnt in der Zeit eigentlich nur davon profitieren.

 

Hast du noch Kontakt zur JA / AG?

Auf jeden Fall, immer mit einem ausreichendem Abstand und FFP2-Maske (die sind ja in Bayern, da braucht man das).

 

Wie hat sich diese Erfahrung auf dein aktuelles Leben ausgewirkt?

Ich studiere das was ich möchte und da wo es für mich am besten ist, ich kann für mich selbst sorgen und habe in der Weise wie ich das tue mir mittlerweile Eigenheiten angewöhnt, dass ich nicht mehr permanent zu Hause einziehen kann (die mögen keinen Tofu).

 

Was machst du gerade?

Im Moment studiere ich in Tübingen Sportwissenschaft mit Profil Gesundheitsförderung, lebe in einer WG mit fünf anderen Menschen zusammen und bin bei der Jungen Aktion als Bundessprecherin aktiv.

 

Was sind deine Pläne für die Zukunft?

Das ist gerade ne schwierige Frage, in naher Zukunft auf jeden Fall mal wieder Urlaub machen und in ferner Zukunft Studium abschließen und Tschechisch können.