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Marie Smolková

2009-10 in München

Wie würdest du deine Freiwilligenerfahrung in der JA beschreiben?

Mein freiwilliges Jahr habe ich am Anfang eher als Verlängerung meiner Jugend wahrgenommen, bevor ich ins „Erwachsenenleben“ eintrete. Aber der Mensch denkt, Gott lenkt. Das freiwillige Jahr hat mir den Horizont in allerlei Richtungen geöffnet. Ich hatte wortwörtlich die Möglichkeit alles auszuprobieren. Die Zeit bei der Jungen Aktion hat mir nicht nur Arbeitserfahrungen gebracht, sondern vor allem Begegnungen mit vielen Menschen, die meine Freunde geworden sind. Ich hatte eine tolle Chefin, Sandra Uhlich (damals Steinert). Sie hat mir unglaublich viel beigebracht und ich konnte in dem Jahr viele unterschiedliche kleine Initiativen auf die Beine stellen. Sie hat mir freie Hand gegeben und gleichzeitig den Rücken gedeckt. Und nicht nur sie. Der/die Freiwillige hat drumherum auch ein tolles Umfeld in der Form des ehrenamtlichen JA-Bundesvorstands. Meistens sind es junge Leute, die noch studieren. Im Rahmen meines europäischen freiwilligen Jahres habe ich unterschiedliche internationale Begegnungen nicht nur in Tschechien, Deutschland, sondern auch in Litauen und Polen vorbereitet.

 

Wie würdest du es in drei Worten beschreiben?

Begegnung – Erfahrung – Freundschaften

 

Erzähl uns von deinen Lieblingsorten, lokalem Essen, das du vermisst, oder anderen Dingen.

Als Freiwillige habe ich nicht weit vom Englischen Garten gewohnt. Dies ist einer meiner Lieblingsorte in München. Außerdem natürlich die Berge, die München umgeben. Von den lokalen Speisen sind es wahrscheinlich die Brezel und der Kaiserschmarrn, die es mir am meisten angetan haben. Aber grundsätzlich fehlt mir nichts davon. Nach dem freiwilligen Dienst bin ich nach Prag zurückgekehrt, habe mein Studium abgeschlossen und angefangen zu arbeiten. Nach einem Jahr nach meiner Rückkehr nach Tschechien habe ich ein Jobangebot in München bei der Ackermann-Gemeinde erhalten. Es hat mich sehr gereizt, vor allem wegen des angenehmen Teams und der, aus meiner Sicht, sehr sinnvollen Arbeit. Also bin ich nach München zurückgekehrt und bin mittlerweile in der Bundesgeschäftsstelle der Ackermann-Gemeinde schon über neun Jahre tätig.

 

Was ist deiner Meinung nach der größte Vorteil eines Freiwilligenjahres für dich gewesen?

Für mich ist es vor allem persönliche Entwicklung. Das freiwillige Jahr hat mein Selbstvertrauen enorm gestärkt. Ich hatte das Gefühl, dass ich etwas geschafft habe. Wenn es aus der Sicht der Organisation betrachtet werden sollte, dann hoffe ich, dass ich durch meine Arbeit zum Gelingen einiger deutsch-tschechisch-slowakischer Begegnungen, sei es im Kloster Rohr oder bei dem ersten Bundestreffen in Tschechien in Pilsen/Plzeň, beigetragen habe.

 

Würdest du diese Erfahrung empfehlen? Warum oder warum nicht?

Auf jeden Fall würde ich es allen jungen Menschen empfehlen. Ich hatte zwar vor meinem freiwilligen Dienst bereits ein Jahr im Ausland absolviert, aber der freiwillige Dienst hat mir ganz andere Horizonte geöffnet. Jede/r Freiwillige hat für den freiwilligen Dienst eine andere Motivation. Einer will die Sprache lernen, der/die andere will Arbeitsgewohnheiten lernen, der/die dritte will seine/ihre Organisationsfähigkeiten verbessern, der/die vierte will selbständig werden usw. Was immer es auch sei, der/die Freiwillige nimmt nach dem Jahr viel mehr mit, als er/sie vorher geglaubt hat.

 

Hast du Empfehlungen für junge Menschen oder für andere Freiwillige in dieser Position?

Auf jeden Fall würde ich es allen jungen Menschen empfehlen. Ich hatte zwar vor meinem freiwilligen Dienst bereits ein Jahr im Ausland absolviert, aber der freiwillige Dienst hat mir ganz andere Horizonte geöffnet. Jede/r Freiwillige hat für den freiwilligen Dienst eine andere Motivation. Einer will die Sprache lernen, der/die andere will Arbeitsgewohnheiten lernen, der/die dritte will seine/ihre Organisationsfähigkeiten verbessern, der/die vierte will selbständig werden usw. Was immer es auch sei, der/die Freiwillige nimmt nach dem Jahr viel mehr mit, als er/sie vorher geglaubt hat.

 

Hast du noch Kontakt zur JA / AG?

Ja, ich arbeite für die Ackermann-Gemeinde. Aber natürlich auch auf der persönlichen Ebene habe ich dank diesem Jahr viele Freunde aus der Jungen Aktion gewonnen.

 

Wie hat sich diese Erfahrung auf dein aktuelles Leben ausgewirkt?

Sehr. Am Anfang wollte ich einfach nur eines der Dinge „abhaken“, die ich im Leben ausprobieren wollte – ein freiwilliges Jahr im Ausland. Ich habe nicht geahnt, dass ich zurückkehren und dass ich hier langfristig leben werde. Außerdem habe ich hier auch die für mich wertvollste Person kennengelernt. 

 

Was machst du gerade?

Ich lebe schon seit neun Jahren in München und arbeite für die Ackermann-Gemeinde. Also habe ich mein Hobby zum Beruf gemacht, was ab und zu auch ein Nachteil sein kann. Aber ich bin sehr froh und dankbar. Ich habe soweit keine Kinder, aber ich hoffe, dass wir die Plasto Fantasto-Schar auch bald um einige Teilnehmer erweitern können. 

 

Was sind deine Pläne für die Zukunft?

Ich würde gerne in dieser „deutsch-tschechischen Bubble“ bleiben. Sei es dienstlich oder auch später ehrenamtlich. Ich würde gerne eine Familie gründen. Das Leben hat mir gezeigt, dass man keine allzu großen Pläne machen muss, die einen einschränken, sondern dass man dankbar sein soll und das genießen soll, was man hat. Ich freue mich darauf, was das Leben bringt und viele weiteren Begegnungen mit euch!