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Petr Veselý

2017-18 in München

Wie würdest du deine Freiwilligenerfahrung bei der JA beschreiben?

Es war eine großartige Zeit voller erstaunlicher Menschen, Erfahrungen und Erlebnissen, sowohl beruflich als auch privat. Ich hatte zuvor zwei Jahre in Deutschland gelebt, aber dies war der Höhepunkt meiner Zeit und es war das Beste, was ich tun konnte. Ob Berufserfahrung oder persönliche Entwicklung.

 

Wie würdest du sie in drei Worten beschreiben?

Absolut erstaunliche Erfahrung.

 

Erzähl uns von deinen Lieblingsorten, lokalem Essen, dass du vermisst, oder anderen Dingen.

Insgesamt vermisse ich das deutsche Umfeld im Allgemeinen, oder ich erinnere mich zumindest gerne daran. Ich arbeite gerne auf Deutsch und benutze diese Sprache, weil sie mir Spaß macht. Und auch die Mentalität der Menschen und den Lebensstil als solchen. Also ehrlich gesagt, ich denke, wenn mich nichts hier halten würde, wäre ich wahrscheinlich nicht mehr in der Tschechischen Republik. Ich mag Leberkäse als Essen, aber das Essen ist schon ziemlich gut in der Tschechischen Republik. Dann ist da das echte deutsche Radler, was nicht das ist, welches hier verkauft wird. Und dann diese typischen Würstchen.

 

Was war deiner Meinung nach der größte Vorteil des Freiwilligenjahres für dich?

Nun, wahrscheinlich die Berufserfahrung und die Möglichkeit, an sich selbst zu arbeiten. Man hat die Zeit und die Möglichkeit, irgendwohin zu ziehen und neue Dinge zu lernen. Dann definitiv die Sprache und die neue Umgebung, all diese Menschen und großartigen Ereignisse. Man kann also aus seiner Blase herauskommen und seinen Horizont erweitern. Für mich war es auch notwendig, das christliche Umfeld zu kennen, dass man versteht, dass es beim Christentum nicht nur darum geht, in einer Kirche zu sitzen, sondern dass diese Menschen tatsächlich völlig normal sind. Und die Deutschen sind diesbezüglich sehr offen, das Umfeld ist anders als in der Tschechischen Republik.

 

Würdest du diese Erfahrung empfehlen? Warum / Warum nicht?

Bestimmt. Es kann einer Person viel geben. Man hat Zeit und Raum, sich so zu entwickeln und daran zu arbeiten, und jemand wird es sogar arrangieren und bezahlen. Die JA ist absolut vorbildlich in der Herangehensweise an Freiwillige, wenn ich es zum Beispiel mit der Erfahrung einiger Freunde vergleiche. Und diese Aktionen, das ist großartig. Es ist leicht, Leute zu treffen, die Deutschen sind sehr nett und freundlich - natürlich ist es individuell und hängt von jedem Freiwilligen ab, wie man es angeht, aber im Allgemeinen gibt es viele Möglichkeiten. Ich kann es also nur empfehlen.

 

Hast du Empfehlungen für junge Menschen oder für andere Freiwillige in dieser Position?

Nun, auf jeden Fall keine Angst haben und alle Möglichkeiten nutzen. Besucht alle Veranstaltungen und nutzt die sich bietenden Möglichkeiten. Versucht nicht die ganze Zeit in einem Raum eingesperrt zu sein, sondern aus eurer Hülle herauszukommen. Und auch zu sprechen und keine Angst zu haben, Deutsch zu sprechen, und wenn das nicht möglich ist, auch auf Englisch. Sie sind alle sehr nett, und wenn man jemanden anspricht, stößt man selten auf Ablehnung.

 

Hast du noch Kontakt zur JA / AG?

Nun, ich würde sagen, ich bin ziemlich in Kontakt. Nicht dass wir jeden Tag anrufen, aber manchmal treffe ich jemanden, wir reden und so weiter. Ich bin auch Teil des Board of Directors hier in Spirala in Prag, also bin ich immer noch anwesend. Und ich weiß, dass diese Leute immer da sind, und ich bin für sie da, wenn nötig.

 

Wie hat sich diese Erfahrung auf dein aktuelles Leben ausgewirkt?

Nun, sie muss es sehr beeinflusst haben, aber es ist sehr philosophisch zu sagen, was anders gewesen wäre oder nicht anders gewesen wäre, wenn diese Erfahrung nicht gewesen wäre. Aber ich stufe definitiv die besten Jahre als die ein, die ich in Deutschland verbracht habe. Aber jetzt ist die Gegenwart auch die super. Ich habe jedoch viel gelernt und viele Menschen kennengelernt und mich auf viele Arten weitergebildet.

 

Was machst du gerade?

Ich bin im Moment sehr glücklich und zufrieden, ich habe eine großartige Freundin, mit dem wir gemeinsam eine Zukunft planen, einen Hund, eine Wohnung und einen Job. Dies betrifft die Arbeit, jetzt arbeite ich tatsächlich teilweise für Tandem in Pilsen, dann haben wir noch das Projekt „Auf einem Fahrrad für Kinder“ und manchmal arbeite ich auch nachts als Portier. Jetzt bin ich sehr zufrieden damit, ich bin dankbar für diese Arbeit, aber wie gesagt, es ist nicht endgültig.

 

Was sind deine Pläne für die Zukunft?

Ich habe eine tolle Freundin, die ich um Hilfe bitten möchte, und hoffentlich haben wir bald eine Familie und so. Nun, wie gesagt, wir werden sehen, wie es mit der Arbeit läuft, es ist soweit in Ordnung, aber ich würde gerne in Zukunft wieder irgendwohin ziehen. Ich kann mir auch vorstellen, selbst ein Projekt oder Unternehmen zu gründen, und es wäre auch schön, sich in einem deutschsprachigen Umfeld zu bewegen. Ich genieße es sehr. Wien zum Beispiel. Also werden wir sehen, was das Leben bringt.